"Rettet das Nashorn"
"Rettet das Nashorn"

26.04.2013

 

Die Tage rannten, wir trainierten, testeten und ich betete zudem heimlich, dass mit Shaya und Craig alles gut läuft. Ich war besorgt um die Volontäre, die Mitarbeiter, den Hund, der bald mit gut 40-45 Grad Celsius leben muss.

 

Die Kamera war überall dabei...

 

Durch Gunnars Zimmer geisterten nachts Mäuse – sogar mit Socken hinter sich her ziehend. Eine hat Gunnar gefangen (also Gunnar eine Maus) und irgendwie wurde sie auch abtransportiert – irgendwohin.

Spinnen gab’s auch, aber wen schert das schon – für mich zu meiner größten Freude diese...

 

Wer braucht schon Schlaf, sage ich dazu nur...

 

Zwischendurch waren wir einkaufen: Neue Reifen, Benzin, weitere Lampen etc. Und die Anti-Wilderer-Einheit sammelte eifrig Schlingen im Busch, die von den Wilderern ausgelegt wurden.

Craig erzählte von einem Auto, das er zur Reparatur gab, das dann verkauft wurde. Bei einem anderen wurde der Motor ausgebaut. Dinge gibt, sie gibt es gar nicht.

Nun kam der Tag der Abreise. Schon tags zuvor schwänzelten Gerold, Ralf und ich immer mal mit Shaya eine Runde um das Camp.

 

Jeder hat für sich alleine Abschied genommen und jeder mit einer - oder mehreren Tränen - im Knopfloch.


Tja, das ist sie nun – die bisherige Geschichte einer Aktion, die ganz klein anfing. Craig und ich sms-en und telefonieren regelmäßig. Ich halte Euch auf dem Laufenden, sobald ich etwas höre und im November fliegen Ralf und ich noch einmal runter, um zu sehen, was unser Bub macht.


Ich sage vorerst Danke und freue mich über viele, viele, viele weitere Spenden, damit wir in Afrika noch viel mehr helfen können. Die Nashörner sollen nicht sterben! In den sechs Tagen, in denen wir dort waren, wurden vier Nashörner im nahen Umfeld getötet – auch das soll nicht unerwähnt und vor allem nicht undokumentiert bleiben, denn um sie geht es bei der ganzen Aktion.
Eure Perdita

Wildlife Security Trainingscenter

 

12.4.2013

 

Dank der Unterstützung werden u.a. die „Black Mambas“ jetzt bei einem Wildlife Security Trainingscenter noch professioneller ausgebildet. Craig lässt herzlich danken!

 

11.4.2013 Im Camp

 

Der Hauptpart lag auf dem Auspacken der Kisten und Kartons für die neu formatierte Anti-Wilderer-Einheit von Craig, die erstmalig in Süd-Afrika auch aus Frauen besteht.

 

Die Kisten wurden mit großer Freude entgegen genommen und es fühlte sich an wie Weihnachten. Welch ein schönes Gefühl! Und dies alles wurde durch Euch, liebe Unterstützer, erst möglich! Von ollen Leggins in tolle Julius K9-Klamotten und die dazu gekauften warmen Jacken waren ein Segen, denn nachts ist es aktuell noch ziemlich kalt im afrikanischen Busch.

10.4.2013

 

 

Nach Shayas Ankunft mussten wir weitere drei Stunden auf unsere Palette zu warten, deren Abwicklung sich nun doch verzögerte, trotz super Planung von Kirsty.

Gegen 12.00 Uhr kamen wir dann auf die Straße, um unsere sechsstündige Fahrt zu beginnen. Wir wussten, es wird dunkel sein, wenn wir dort ankommen. Wir wussten nicht, was uns bei Craig erwartet und wir sprachen auch nicht darüber. Weshalb auch immer.

Da Craig sehr schwer zu erreichen ist, war unsere vorherige Absprache auch sehr dürftig. Es wurde uns gesagt, dass wir dreimal am Tag Mahlzeiten bekommen und für alles gesorgt ist und damit war ich auch schon zufrieden – damals am Telefon …


Wir kamen gegen 19.00 h in der Dunkelheit am Balule-Gate an. Müde, fertig, durchgeschwitzt und hungrig und es war sicher ganz anders, als sich jeder in seinem Kopfkino ausgemalt hatte.

Craig empfing uns fröhlich und fuhr uns ins „Camp“ im Nichts.

 

Dort begrüßten uns etliche Volontäre und Craigs engsten Mitarbeiter Stefan und Francois und wir erhielten eine kurze Einweisung in das, was passieren kann und folgen würde. Als erstes gab es die Ansage, dass es kein Warmwasser gäbe (Mensch, hätte ich doch nur Fotos von den Gesichtern der mitreisenden Herren gemacht).

 

Dann folgte die Info, dass in unseren Häuschen keine Toilette ist, diese aber – je nachdem wo wer wohnt – zwischen 20 und 50 Meter entfernt sei. Nachts solle man möglichst nicht alleine im Camp rumlaufen, denn hin und wieder halten sich da auch Löwen, Elefanten, Nashörner etc. auf. Besser sei es, direkt vor das Hüttchen zu gehen, statt auf die entfernte Toilette.


Handtücher? Wie, Handtücher? Schön, dass die Volontärin Barbara genügend dabei hatte, so dass sie einigen Herren aushelfen konnte und wir hatten gottseidank Hundehandtücher für Shaya aus unserer Garage dabei.


Juchu. Ich sah nur in diese Gesichter vor mir und war froh, dass unsere Taxis schon wieder abgefahren waren. Naja, und zugegebenermaßen: ich war auch nicht entzückt. Bekannt dafür, ne kleine Diva zu sein, überraschte mich das alles schon sehr. Was mache ich mit meiner Wäsche? Wo gibt es etwas Ordentliches zu essen? Hiiiilfe, ich bin ein Star … oder so.


Nun saßen wir da. Shaya war erschöpft, fraß ein paar Krümel und begleitete dann Gerold mit ins Zimmer, wo er seine erste Nacht verbringen sollte.

 

 

Jeder "Klick" hilft!

Bitte helft uns, dieses bemerkenswerte Projekt weiter bekannt zu machen.

Weitere Informationen, aktuelle Fotos, Beiträge unserer vielen Unterstützer sowie der in Südafrika vor Ort ansässigen Beteiligten findet ihr in der facebook-Gruppe "Rettet das Nashorn" !

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© Inge Wanken