"Rettet das Nashorn"
"Rettet das Nashorn"
Craig Spencer

Im November 2012 


waren Ralf und Perdita Scheuermann in Afrika, auch, um mit dem neuen Besitzer des Hundes, alles nötige Organisatorische zu besprechen. Craig Spencer ist ein „Warden“,  Sektionsleiter für ein ca. 10.000 Hektar großes Gebiet im Kruger Nationalpark in Afrika. Er betreut im Bedarfsfall im Rahmen der Wilderei-Bekämpfung einen ca. 40.000 Hektar großen Bereich. Dort führt er mit acht Mitarbeitern einen verzweifelten Kampf gegen die Wilderer, die bestens ausgerüstet und bewaffnet sind.


Craig ist 40 Jahre alt und arbeitet mitten im “Busch”. Er lebt dafür, Tiere zu schützen. Er ist Anthropologe und Ökologe und arbeitet als Elefantenschützer und ökologischer Berater in der Olifants Region. Aufgrund der Lage liegt aktuell der Hauptfokus seiner Arbeit auf dem Schutz der Nashörner.


Seine Organisation lebt von Volontären und von Spenden. Allerdings nimmt er keine Spenden von Jagdfarmen an, die sich auch schon angeboten haben, die Anti-Wilderer-Einheit zu unterstützen. Er will nichts mit “Blutgeld” zu tun haben und lehnt das strikt ab. Die Jagdfarmen haben viel Geld – nehmen diese für den Abschuss eines Elefanten oder anderen Tieres doch horrende Summen.


Craig erzählt aus seinem Leben. Davon, dass sie ein Syndikat haben auffliegen lassen. Das war ein großes Ereignis und davon, dass er täglich Schlingen findet. Mal mit Tieren drinnen, die erlöst werden müssen, mal auch leere, mal welche, wo das Tier noch Glück hat und wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Craig berichtet, dass die Wilderer ihm und seinen Jungs auflauern. Ihn erschießen, erschlagen oder sein Haus abbrennen wollen.

Er und sein Team geben alles, machen Tag- und Nachteinsätze und häufig sind sie zu spät. Manchmal erwischen sie einen Wilderer, der wandert dann ins Gefängnis.


Anfang Dezember 2012 wurde die 600-gewilderte Nashorn-Grenze erreicht. Ein trauriges Fazit – und das Jahr ist noch nicht zu Ende.

Craig glaubt, dass es wohl in 10 Jahren keine Nashörner mehr geben wird, wenn die Wilderei so weiter geht. Abgesehen davon, dass die Tiere durch Menschen getötet werden, gibt es zudem noch Kämpfe zwischen den Bullen, bei denen auch immer mal wieder einer ums Leben kommt. Ein weibliches Nashorn trägt 16 Monate und führt ca. zwei Jahre lang das Baby mit sich. In dieser Zeit gibt es keinen neuen Nachwuchs. Das bedeutet, dass eine Nashornmutter ca. alle 3,5 bis 4 Jahre ein Kalb auf die Welt bringt – wenn überhaupt. Die ganze Struktur der Tiere zerfällt, der Genpool wird knapper und Nashörner brauchen lange, bis sie geschlechtsreif sind, so dass der Nachwuchs fehlt.


Craig freut sich riesig auf seinen Hund. Wenn alles gut läuft und sich „unser“ Hund gut eingelebt hat, dann werden wir sicherlich für „Nachschub“ sorgen können. Viele Wardens sind im Kruger aktiv, die sich um das Wohlergehen der dort lebenden Tiere und Pflanzen kümmern.


Auf die Frage, wo der Hund schlafen werde, antwortet Craig: „es beginnt auf einer Decke und endet dann im Bett“ – na, wenn das mal keine erfreuliche Aussage ist…


Craig wird mit seinem Hund an sämtlichen Gates patrouillieren, wird in die kleinen Dörfer gehen (viele Wilderer wohnen dort und verstecken dort ihre Beute). Sie durchstreifen den Busch nach Schlingen und nach versteckten Nashorn-Hörnern und Elfenbein. Zur Aufklärung geht er in Schulen und Universitäten und hofft auf Respekt für den Tier- und Artenschutz.


Für sich und seine Jungs wünscht er sich kugelsichere Westen, denn sie werden immer mal wieder beschossen, können sich aber nur die nötigste Ausrüstung leisten. Sie brauchen gute Schuhe, Rucksäcke, gute Ferngläser, die nicht bei der ersten Benutzung zerfallen, Jacken, etc. etc. etc.


Julius K9 hat auf unsere Anfrage sofort zugesagt und sponsert der Anti-Wilderer-Einheit Jacken und Shirts.


Das K 9 Suchhundezentrum, Alexandra Grunow und Rovena Langkau, spendieren einen Bloodhound inkl. Ausbildung für die Anti-Wilderer-Einheit.

Jeder "Klick" hilft!

Bitte helft uns, dieses bemerkenswerte Projekt weiter bekannt zu machen.

Weitere Informationen, aktuelle Fotos, Beiträge unserer vielen Unterstützer sowie der in Südafrika vor Ort ansässigen Beteiligten findet ihr in der facebook-Gruppe "Rettet das Nashorn" !

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Inge Wanken