"Rettet das Nashorn"
"Rettet das Nashorn"
Shayas Ankunft

 

10.04.2013


GELANDET!

Gegen 7.00 h sind wir endlich in Johannesburg gelandet und nun hieß es ab zum Hund, raus aus dem Kennel und ganz flott ab nach Balule.

Pustekuchen... Manchmal kommt es anders als man denkt und in Afrika gehen die Uhren wahrlich anders.

 

Auf Shaya warteten wir gut eine Stunde, bis die Tierärztin ihren Stempel (mehr war nicht) auf die Papiere machte. Dann endlich durften wir ihn unversehrt aus seinem kleinen Knast befreien und ihn glücklich in die Arme schließen.

 

Wir kamen gegen 19.00 h in der Dunkelheit am Balule-Gate an. Müde, fertig, durchgeschwitzt und hungrig und es war sicher ganz anders, als sich jeder in seinem Kopfkino ausgemalt hatte.

 

Craig empfing uns fröhlich und fuhr uns ins „Camp“ im Nichts.

 

Nun saßen wir da. Shaya war erschöpft, fraß ein paar Krümel und begleitete dann Gerold mit ins Zimmer, wo er seine erste Nacht verbringen sollte...

 

 

Die Damen und Herren von der Animal-Lounge sind absolute Profis im Umgang mit Tieren und haben uns hervorragend unterstützt und vor allem mir auch die Nerven nochmals beruhigt, denn die wurden nach und nach immer dünner.

Nun hieß es das erste Mal Abschied nehmen, heimfahren, Koffer holen und wieder zurück zum Flughafen, wo sich alle Mitreisenden nach und nach einfanden. Dies waren: Gerold Günther von der Polizeiakademie Hessen, Gunnar Henrich, unser TV-Reporter, der uns schon von Anbeginn an begleitet, Thomas Niederste-Werbeck, Chefredakteur der DOGS nebst Ralf und mir.

Nach dem Einchecken trennten sich Ralf und Gunnar von uns, denn die beiden waren wieder „im Geheimdienst Ihrer Majestät“ unterwegs und durften Shaya zurück in die Flugbox verfrachten, damit er dann im Flieger „verstaut“ werden konnte.

Beim Abholen kam den beiden schon das Wasser im Gang entgegen, denn der Wassereimer war Gegenstand Shayas allgemeiner Beschäftigung und fiel seiner ausgelassenen Zerstörungsfreude zum Opfer, was die Lounge-Mitarbeiter sehr erfreute, denn es sollte dem Hund ja gut gehen und sie berichteten von Glanz in Shayas Augen bei der Aktion.

Nun gut, der langen Rede kurzer Sinn: Shaya wurde nun in den Frachtraum des South African Airways Fliegers verfrachtet, was ich vom Gate aus beobachtete und ich stellte an dem Abend fest, dass ich nicht mit Hund fliegen werde, wenn es nicht unbedingt Not tut. Ich fand noch nicht einmal die Tastatur-Sperre bei meinem Handy in dem Augenblick und tippelte da lang wie ein Tiger im Käfig. Mensch, das ist nix für Vaters Tochter, wahrlich nicht.

 

Mit sterilen Klamotten ausgestattet, durften wir Shaya in eine große, ausbruchsichere Pferdebox, mit einem riiiiesen Plastik-Wassernapf bringen, damit er die nächsten Stunden gut untergebracht war. Fressen durfte er schon seit Montagabend nicht mehr...

 

09.04.2013


Nun ist es soweit. Heute fliegen wir Shaya nach Johannesburg und übergeben ihn hoffentlich morgen Abend in die Hände seines neuen Besitzers Craig, der sich seit Monaten riesig auf ihn freut.

Die letzten drei Tage waren turbulent. Der Besuch beim Amtsveterinär zwar unproblematisch, aber nach der Rückkehr rief uns die Hunde-Transport-Firma an, um uns mitzuteilen, dass auf den zugefaxten Papieren eine Krankheit (Leishmaniose) nicht als gesund bestätigt wurde. Am Amt wurde eine Zeile nicht ausgefüllt und unterschrieben. Nun war es schon 12.00 h und das Veterinäramt kurz vorm Schließen.

Während neben mir eine Dame von der Presse saß, mit der ich gerade im Interview war, versuchte ich nun parallel die Amtstierärztin noch einmal zu erreichen, um mein letztes O.K. für den Flug zu bekommen. Ich hatte Glück, sie sagte zu zu warten und so konnte mein liebes Sams, Silke Giesing, die Unterlagen vervollständigen lassen.

In der Zwischenzeit stellte sich allerdings heraus, dass im Impfausweis – in den Flugpapieren sehr wohl – die Wurmkur (jawoll, Sie lesen richtig) nicht eingetragen war. So durfte ich später zu unserem Tierarzt Martin Kniese fahren, um auch hier noch einen Stempel mit Unterschrift reinsetzen zu lassen.

Die nächste Hürde waren die Papiere im Allgemeinen. Besitzer von Shaya ist Ralf Scheuermann. In Afrika wird es aber Craig Spencer sein, der in den Frachtpapieren auch schon als Besitzer steht. Allerdings kommt ein Nicht-Besitzer nicht an den Hund ran und so mussten wir auf die letzten Meter eine Genehmigung von Craig, der fast nie zu erreichen ist, einholen, damit wir den Hund am Flughafen ausgehändigt bekommen.

Nun ging es los. Um 13.00 h sollte Shaya schon bei der Animal Lounge sein, damit er sich akklimatisieren kann und so trafen wir uns mit Roland Reuter, der sich um die komplette Abwicklung für uns kümmerte, mit Gerold Günther, der den Hund von der Polizeihundeschule brachte und Gunnar Henrich, unserem Hessenreporter. Die beiden Damen Mähn und Wedel von der G.K. Airfreight, die ich nur jedem bei einem eventuellen Flugtransport eines Hundes/Tieres empfehlen kann, empfingen uns herzlich. Frau Mähn kam sogar extra aus ihrem „Krank“ für uns angereist.

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© Inge Wanken