"Rettet das Nashorn"
"Rettet das Nashorn"

 

03.04.2013


Nun ist es bald soweit. Unser Flieger geht am 09.04. nach Afrika …

In der Zwischenzeit hieß es Bibbern wegen der diversen Blutwerte, die für die Einreise von Shaya benötigt werden. Nun heißt es ausatmen: Alles ist in Ordnung.

 

Wir – Gerold Günther, Ralf und ich, haben fleißig weiter gearbeitet in der Zwischenzeit. Das Suchen, Shaya´s „Hauptjob“, läuft nearly perfect. Er ist einfach genial!


Kürzlich haben wir Shaya in den Reitstall mitgenommen, um zu beobachten, wie er auf rennende Tiere reagiert. Wie sollte es anders sein: Shaya ist keine Schlafmütze, sondern ein hellwacher Bursche und die galoppierenden Pferde fand er spannend. In Afrika wird Craig ein Auge darauf haben müssen, wenn sie auf rennende Antilopen treffen.

 

Allerdings ist Shaya bei der Sucharbeit mehr als 100%ig konzentriert und so interessiert ihn dabei kein anderer Außenreiz.

 

Bei dem Treffen mit Keith Sanders, http://www.keith-sanders.de, und seiner Frau Andrea, die sich extra auf den Weg zu uns gemacht haben, war er sehr gelassen. Shaya sollte einer farbigen Person begegnen, weil sein zukünftiges Umfeld zu 80% aus Farbigen besteht.

 

3.4.2013


Heute früh waren wir bei Andrea und Orazio Martino, www.alligatore.de, zu Besuch. Herr Martino hat uns seine Schlangen und Krokodile für ein Training zur Verfügung gestellt, damit wir noch mehr über Shaya´s Verhalten erfahren können, um Craig auf seinen zukünftigen Begleiter vorzubereiten.

Den Schlangen begegnete er dieses Mal mit genügend Respekt und Abstand, die Krokodile hingegen ließen ihn durch das Geplätscher im Wasser massiv aufhorchen. Ohne Leine wäre er sicherlich hin gerannt. Nun darf er – zumindest anfänglich – in Afrika nicht unangeleint an Wasserlöcher, damit er uns noch lange erhalten bleibt.

Fast immer mit von der Partie ist Gunnar Henrich, unser Hessen-Reporter, der alles mit seiner Kamera einfängt und uns viel gemeinsamen Spaß haben lässt.

Die Tigerpythons Reiner und Mimmo (der Albino) Shaya und die Schlangen
Evi vor ihrem großen Fernsehauftritt
Gunnar vom Hessischen Fernsehen
Martin Kniese und Ralf Scheuermann beim Studieren der Einfuhrunterlagen

 

26.02.2013


Heute war ein aufregender Tag für uns alle.

Zum einen sind wir mit Shaya ins Tierheim Darmstadt, www.tsv-darmstadt.de, gefahren, wo wir herzlich vom Tierheim-Leiter und Tierarzt Christian Zentgraf begrüßt wurden. Ihm zur Seite standen für den Dreh Bettina Syffus und Kai Brauns.

 

Im Tierheim „erwarteten“ uns die beiden Schlangen „Evi“ (Kornnatter) und „Kaa“  (Boa – der südafrikanischen Python nicht unähnlich). Hier wollten wir sehen, wie Shaya auf Schlangen reagiert. Er hat sie nicht groß beachtet, was schon einmal gut ist. Allerdings zeigte er auch keine Scheu, was ich für Afrika etwas riskant finde, weil die Mamba und ihre Freunde nicht so freundliche Zeitgenossen sind. Das nächste Problem ist, dass sowohl Ralf, als auch ich eher schlangenbegeistert sind und unsere Stimmung nicht gerade zeigt, dass man Abstand halten sollte.

Da Kai überredet wurde, vor der Kamera zu stehen, musste ich anschließend die heute nicht so gut gelaunte Kaa halten, was zu ausgesprochen ausgelassener Laune bei allen Beteiligten führte. Ich hingegen hatte Schweißperlen auf der Stirn, denn meine Schlangenbegeisterung hat einen gesunden Radius von 1,50 m.

 

Weiter ging es mit Schreckschusswaffe suchen in dem Radlauf eines Geländewagens. Eine ganz neue Erfahrung war das für Shaya, denn wir befanden uns direkt an einer Straße, lauter fremde Personen und auch ein anderer Hund wuselten um uns herum.

So schnell wie Shaya angezeigt hat, konnte keiner gucken. Blöd war nur, dass ich im Vorfeld nicht wissen wollte, wo die Waffe versteckt ist (wegen Stimmungsübertragung) und hätte Shaya falsch angezeigt, was ja immer mal passieren kann, hätte ich falsch bestätigt. Worauf man nicht alles achten muss. Liebe Kundinnen und Kunden der Hunde-Akademie: ich hielt mich ja schon immer für sehr geduldig Ihnen gegenüber. Aber seit ich Shaya ausbilde, bin ich noch viel, viel großzügiger, wenn mal etwas nicht klappt.

Wir machten einen zweiten Durchlauf, allerdings mit vorheriger Absprache mit Ralf, dass er mir sofort bestätigt, wenn Shaya richtig ist.

Wir beginnen in der Regel damit, dass er alleine sucht, was auch schon häufig klappt und wenn er sich verzettelt, dann helfen wir über Vorgaben, indem wir den Suchbereich anzeigen.

Vorhin stand neben uns – ganz bewusst – ein Alttextil-Container, der ihn bei der freien Suche etwas ablenkte. Wer weiß, was dort drinnen zu erschnüffeln war …

An der langen Leine, oder ganz ohne, gibt es noch keinen eingeschränkten Suchbereich. Hier galt für Shaya „such, wo Du meinst, etwas finden zu können.“

An der kurzen Leine dann war der Suchbereich auf das Auto eingeschränkt und hier hat er das Fahrzeug systematisch abgearbeitet und sofort und zuverlässig das Waffenversteck angezeigt. Er ist einfach ein Genie und wir sind mächtig stolz auf unseren Großen.


Nun ging es noch zum Impfen zu unserem Tierarzt Martin Kniese in Darmstadt. Die Tierarztpraxis Kniese, www.schildkroetendoktor.de, unterstützt das Projekt mit der unentgeltlichen Behandlung von Shaya bis zum Abflug und darüber hinaus noch mit Präparaten gegen Zecke, Floh und Co. in Afrika.

Die Bluttests, die von Afrika gewünscht werden, sind umwerfend. Da gibt es Krankheiten, die gibt es gar nicht (jedenfalls bislang nicht in meinem Bewusstsein und schon gar nicht würde ich diese mit Hunden verknüpfen, sondern lediglich bei Kamelen suchen) und so darf Shaya ein bisschen Blut für etliche Untersuchungen zur Verfügung stellen, in der Hoffnung, dass alles in bester Ordnung ist.

Shaya ist mittlerweile sehr eng mit uns, enger noch mit Ralf als mit mir und nun müssen wir aufpassen, dass keine Fremdpersonen Shaya anfassen wollen, wie heute früh geschehen, als der Postbote die Hand nach Shaya ausstreckte, um ihm freundlich „guten Morgen“ zu sagen. Er ist sofort „regulierbar“, dennoch gilt es ein Auge drauf zu halten.

Wir beide, Ralf und ich, hängen schon sehr an ihm und ich sehe jetzt schon dem Abschied mit einem großen Kloß im Hals entgegen. Vorsorglich haben wir mal den Tollwut-Titer beim Tierarzt mit bestimmen lassen, denn wäre das nicht der Fall, dann dürfte er nie nach Deutschland zurück. Man weiß ja nie … Sicher ist sicher.

Und eben haben wir schon wieder auf Facebook Zusagen für Spenden bekommen. Wir sind so unglaublich dankbar und ich fühle wie die Menschen zusammen rücken – für eine tolle Sache. DANKE!!!

 

 

Im Januar 2013 hatte die Ausbildung von Shaya begonnen, so dass er Anfang April nach Süd-Afrika geflogen werden kann.

Jeder "Klick" hilft!

Bitte helft uns, dieses bemerkenswerte Projekt weiter bekannt zu machen.

Weitere Informationen, aktuelle Fotos, Beiträge unserer vielen Unterstützer sowie der in Südafrika vor Ort ansässigen Beteiligten findet ihr in der facebook-Gruppe "Rettet das Nashorn" !

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© Inge Wanken