"Rettet das Nashorn"
"Rettet das Nashorn"

... 1 Jahr "Südafrikaner" ...

Vor einem Jahr, am 9. April 2013, wurde der ausgebildete Spürhund Shaya nach Südafrika geflogen und dort seinem neuen Besitzer, Craig Spencer, überbracht.

Vieles ist seitdem geschehen:


- Shaya und Craig habe sich gesehen und es war wirkliche „Liebe auf den ersten Blick“ - unvorstellbar, aber Perdita Lübbe-Scheuermann, Ralf Scheuermann und Gerold Günther haben über diese lange Distanz hinweg DEN Hund für genau diesen Menschen gefunden, ausgebildet und dorthin transportiert.


- Shaya wird ständig zum Aufspüren unterschiedlichster Dinge, auf die er konditioniert wurde, eingesetzt, ist präsent, verleiht der Anti Poaching Unit (APU), den „Black Mambas“ und somit auch der Organisation „Tranfrontiers Africa“ eine ungeheure Schlagkraft bei Kontrollen der Gates, verdächtiger Fahrzeuge und in der Nachsuche bei der Verfolgung flüchtiger Wilderer. Er hat einen ungeheuren Arbeitswillen, der auch nach seinem Unfall  im September 2013, bei dem er das linke Vorderbein verlor, ungebremst ist. Und er hat einfach eine beeindruckende Präsenz, wo immer er auftritt!

- Im November 2013 wurden aus den zur Verfügung gestellten Spendengeldern mehrere Nashörner im Gebiet Balule mit GPS-Fußbändern versehen, tierärztlich kontrolliert und können seitdem überwacht werden  - eine weitere Maßnahme gegen die grausame Wilderei der so sehr bedrohten Tiere, die dringend ausgeweitet und für die bereits bebänderten Hörnchen erhalten bleiben muss. Ein GPS-Band kostet je nach Wechselkurs 2.500-3000 Euro, die Funklizenzen etc. für die bestehenden Bänder ca. 500 Euro jährlich, herfür werden dringend Spendengelder benötigt.

- Seit Februar 2014 können für die einzelnen im Gebiet wandernden Nashörner (derzeit neun Kühe und Bullen) Patenschaften für jährlich 60 Euro übernommen werden - eine wertvolle Unterstützung der Bemühungen. Die Paten erhalten für ihr Nashorn eine entsprechende Urkunde.

- schwere Regenfälle machen die Arbeit der APU im März 2014 zum Abenteuer: Die ohnehin nach unseren deutschen Verhältnissen eher feldwegartigen Straßen haben sich in reißende Bäche verwandelt, „Straßen“reparaturen werden abenteuerlich ausgeführt, und immer wieder versagt das so dringend benötigte Material: Fahrzeuge gehen kaputt, können in Ermangelung von Ersatzteilen nur notdürftig oder gar nicht repariert werden, Schuhe, Kleidung, Lampen, alles nass und oder defekt, eine echte Herausforderung für die Frauen und Männer vor Ort: Einsätze finden zu Fuß quer durch den Busch statt, gefährlich für die Menschen dort allein schon wegen der Tiere, denn Löwen und Elefanten respektieren Menschen in Jeeps, nicht jedoch die zu Fuß … Und trotzdem erfolgreich: Schlingen werden gefunden und entfernt, Wilderer gestellt, Waffen und Munition beschlagnahmt, unter uns nur schwer vorstellbaren Bedingungen eine bewundernswerte Leistung!

- Im Monat März 2014 gelang ein weiterer großer Schritt: Weitere 20 junge FRAUEN, alle mit Schulabschluss, jedoch arbeitslos, können für die APU rekrutiert werden - in mehrfacher Hinsicht ein entscheidender Schritt: Zum einen wird die soziale Stellung dieser Frauen erheblich aufgewertet - sie sind nun Hauptverdiener mit Festanstellung und sorgen für ihre Familien -, zudem arbeiten sie nun zum Schutz der Nashörner, d.h. auch das Bewusstsein über die Bedrohung dieser Tiere (und all der anderen im Gebiet) wird geprägt und geschult, sie erhalten eine militärische Ausbildung, können somit also sich, ihre Familien und die Tiere schützen und nicht zuletzt wird somit auch jedes weitere Familienmitglied zum Schutz der Tiere und mit dem Verbot des Wilderns verpflichtet, damit die Frauen ihren Beruf (und das damit verbundene Einkommen!) behalten können. 

 

Die Ausbildungen und das spätere Gehalt werden aus verschiedenen Sozialfonds und Stiftungen in Südafrika bezahlt - für die Ausrüstung ist die Anti Wilderer Einheit Black Mambas jedoch selbst zuständig: Es fehlen als aktuell mind. 20 Paar Stiefel, Uniformen, Kopf- und Stablampen, Hüte, Shirts etc…  

 

Text: Inge Wanken 

Fotos: Stefan Bosman, Ralf Scheuermann, Craig Spencer

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